Projekte des 6. Aufrufs im Herbst 2018

Die Frist für die Einreichung von Projektsteckbriefen für den 6. Förderaufruf endete am 01.10.2018. Die Projektauswahl fand in der LAG-Sitzung am 24.10.2018 statt. 

 

Craftbierbrauerei (Lahnsteiner Brauerei)

 

Mit der Erweiterung der Brauerei in Lahnstein im eine Craftbieranlage, geht der Projektträger mit der zeit und erfolgt weiter die Bestrebungen, sein Craftbiersortiment auszubauen. Die Craftbierszene erfreut sich in den letzten Jahren immer größeren Zuspruchs. Handgemachte Biere, die sich nicht and die Konventionen des Reinheitsgebots halten müssen, bieten viel Spielraum für neue und außergewöhnliche Kreationen.

Mit der Anschaffung einer Anlage im Maßstab 500-1.000 Liter bekommt die Lahnsteiner Brauerei nun die Möglichkeit, Biere nach individuellen Rezepten zu brauen. Durch den Einsatz spezieller Malz- und Hopfensorten sowie Hefen und individuellen Reiungsverfahren werden ganz neue Geschmackserlebnisse geschaffen. Gekrönt werden diese durch die Beigabe von Kräutern, Gewürzen Honig oder Früchten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Durch die neue Anlage wird es zukünftig aber auch möglich sein, auf speziellen Wunsch nach Lohnbrau, eigene Rezepte umsetzen zu lassen.

 

Die LAG unterstütz das Projekt, das ein Gesamtvolumen von 127.470 € hat, mit einer Förderung von 35 % in einer Höhe von 37.491 €.

 

 

Aussichtsturm mit Telegrafenmast am Spitzen Stein

 

Der Aussichtspunkt „Spitzer Stein“ auf der Gemarkung von St.Goar ist seit je her für die Menschen in der Region, aber auch für Auswärtige von Nah und Fern ein besonderer Anziehungspunkt. Das Naturdenkmal welches aus turmartigen Quarzitfelsen förmlich auf einem Höhenzug tront, bot Ende des 19. Jahrhunderts eine einmalige Fernsicht. Die Felsmassen, die aus unregelmäßigen Blöcken wie aufgestapelt erscheinen, waren damals schon für sich stehend ein einzigartiger Anblick. Heute ist aufgrund eines hohen Baumbestandes das Naturdenkmal leider kaum noch wahrnehmbar und wurde daher als Ausflugsziel zunehmend bedeutungslos. Um die diesen besonderen Ort prägende Fernsicht wieder herstellen zu können, wurde in der Vergangenheit bereits ein Turm errichtet. Der damals in einer Holzkonstruktion gearbeitete Turm konnte jedoch den statischen Anforderungen langfristig nicht standhalten und wurde Rückgebaut. Auf den Fundamenten dieses ehemaligen Turms soll nun ein neuer Aussichtspunkt entstehen, der mit seinem Vorgänger nur noch wenig gemeinsam haben wird. Der Turm, dessen Skelett nun weitestgehend aus vorgefertigten Stahlbauteilen bestehen wird, wird eine deutlich höhere Langlebigkeit besitzen. Besonders macht den Turm aber vor allem der Flügeltelegraph auf der Spitze. Mit dieser Kommunikationstechnik, die ihren Höhepunkt zu Zeiten der französischen Revolution hatte, können Nachrichten auf Grundlage einer Zeichenübermittlung durch schwenkbare Signalarme erfolgen. An einem Mast werden dazu zwei schwenkbare Querbalken mit zwei weiteren schwenkbaren Balken an jedem Ende angebracht, womit je nach Position anhand eines Codes unterschiedliche Buchstaben signalisiert werden können. Um diese, aus heutiger sich ungewöhnliche, Art der Kommunikation den Besuchern verständlich zu machen, werden zudem an der Geländerbrüstung Schautafeln zur Visualisierung integriert. Der Telegraphenmast wird außerdem voll funktionstüchtig sein und soll zum Ausprobieren einladen. Auch auf die kulturelle Bedeutung des Spitzen Steins wird mit dem neuen Aussichtsturm Bezug genommen. So werden Werke des 1915 in Oberwesel gestorbenen Carl Haag ebenfalls in Form von Schautafeln dargestellt und seine berühmten Landschaftsmalereien, die auch das Naturdenkmal abbilden, den Besuchern präsentiert.

 

Die Gesamtkosten des Projektes betragen 187.750 €. Die LAG unterstüzt das Projekt mit einer Förderung von 50 % und einer Summe von 93.870 €

 

 

Coaching und Nachfolgeberatung für touristische Dienstleistungsbetriebe in der VG Rhein-Nahe (VG Rhein Nahe)

 

Ein Großteil der Gastgewerbebetriebe muss sicn in den kommenden Jahren mit der Problematik der Unternehmensnachfolge auseinandersetzen. Auch in der VG Rhein-Nahe ist deis ein sehr aktuelles Thema. Daher entstand die Idee zum Projekt "Coaching und Nachfolgeberatung für touristische Dienstleistungebetriebe". Ziel des Projektes soll es sein, den Betreiben in Punkto Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit Hilfestellungen zu geben, damit sie erhalten bleiben und ich weiter entwickeln können. Es wird dabei eine individuelle und umfangreiche Beratung und Coaching stattfinden, damit eine Betriebsübergabe möglichst reibungslos verlaufen kann. Aber auch Betriebe, für die die Nachfolge derzeit noch keine Rolle spielt, die aber an einer qualifizierten Neuausrichtung interessiert sind, sind die Zielgruppe das Projektes.

 

Bei Gesamtkosten von 70.000 € stellt die LAG eine Förderung von 60 % in der Höhe von 42.000 € für das Projekt bereit.