Projekte des 6. Aufrufs

Die Frist für die Einreichung von Projektsteckbriefen für den 6. Förderaufruf endete am 01.10.2018. Die Projektauswahl fand in der LAG-Sitzung am 24.10.2018 statt. 

Es besteht jederzeit die Möglichkeit, Projektideen für den 7. Förderaufruf, der am 01.04.2019 enden wird, einzureichen. Die Geschäftsstelle der LAG steht Ihnen gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.

 

34: Craftbierbrauerei (Lahnsteiner Brauerei)

 

Mit der Erweiterung der Brauerei in Lahnstein im eine Craftbieranlage, geht der Projektträger mit der zeit und erfolgt weiter die Bestrebungen, sein Craftbiersortiment auszubauen. Die Craftbierszene erfreut sich in den letzten Jahren immer größeren Zuspruchs. Handgemachte Biere, die sich nicht and die Konventionen des Reinheitsgebots halten müssen, bieten viel Spielraum für neue und außergewöhnliche Kreationen.

Mit der Anschaffung einer Anlage im Maßstab 500-1.000 Liter bekommt die Lahnsteiner Brauerei nun die Möglichkeit, Biere nach individuellen Rezepten zu brauen. Durch den Einsatz spezieller Malz- und Hopfensorten sowie Hefen und individuellen Reiungsverfahren werden ganz neue Geschmackserlebnisse geschaffen. Gekrönt werden diese durch die Beigabe von Kräutern, Gewürzen Honig oder Früchten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Durch die neue Anlage wird es zukünftig aber auch möglich sein, auf speziellen Wunsch nach Lohnbrau, eigene Rezepte umsetzen zu lassen.

 

Die LAG unterstütz das Projekt, das ein Gesamtvolumen von 127.470 € hat, mit einer Förderung von 35 % in einer Höhe von 37.491 €.

 

35: Aussichtsturm mit Telegrafenmast am Spitzen Stein

 

Der Aussichtspunkt „Spitzer Stein“ auf der Gemarkung von St.Goar ist seit je her für die Menschen in der Region, aber auch für Auswärtige von Nah und Fern ein besonderer Anziehungspunkt. Das Naturdenkmal welches aus turmartigen Quarzitfelsen förmlich auf einem Höhenzug tront, bot Ende des 19. Jahrhunderts eine einmalige Fernsicht. Die Felsmassen, die aus unregelmäßigen Blöcken wie aufgestapelt erscheinen, waren damals schon für sich stehend ein einzigartiger Anblick. Heute ist aufgrund eines hohen Baumbestandes das Naturdenkmal leider kaum noch wahrnehmbar und wurde daher als Ausflugsziel zunehmend bedeutungslos. Um die diesen besonderen Ort prägende Fernsicht wieder herstellen zu können, wurde in der Vergangenheit bereits ein Turm errichtet. Der damals in einer Holzkonstruktion gearbeitete Turm konnte jedoch den statischen Anforderungen langfristig nicht standhalten und wurde Rückgebaut. Auf den Fundamenten dieses ehemaligen Turms soll nun ein neuer Aussichtspunkt entstehen, der mit seinem Vorgänger nur noch wenig gemeinsam haben wird. Der Turm, dessen Skelett nun weitestgehend aus vorgefertigten Stahlbauteilen bestehen wird, wird eine deutlich höhere Langlebigkeit besitzen. Besonders macht den Turm aber vor allem der Flügeltelegraph auf der Spitze. Mit dieser Kommunikationstechnik, die ihren Höhepunkt zu Zeiten der französischen Revolution hatte, können Nachrichten auf Grundlage einer Zeichenübermittlung durch schwenkbare Signalarme erfolgen. An einem Mast werden dazu zwei schwenkbare Querbalken mit zwei weiteren schwenkbaren Balken an jedem Ende angebracht, womit je nach Position anhand eines Codes unterschiedliche Buchstaben signalisiert werden können. Um diese, aus heutiger sich ungewöhnliche, Art der Kommunikation den Besuchern verständlich zu machen, werden zudem an der Geländerbrüstung Schautafeln zur Visualisierung integriert. Der Telegraphenmast wird außerdem voll funktionstüchtig sein und soll zum Ausprobieren einladen. Auch auf die kulturelle Bedeutung des Spitzen Steins wird mit dem neuen Aussichtsturm Bezug genommen. So werden Werke des 1915 in Oberwesel gestorbenen Carl Haag ebenfalls in Form von Schautafeln dargestellt und seine berühmten Landschaftsmalereien, die auch das Naturdenkmal abbilden, den Besuchern präsentiert.

 

Die Gesamtkosten des Projektes betragen 187.750 €. Die LAG unterstüzt das Projekt mit einer Förderung von 50 % und einer Summe von 93.870 €

 

 

36: Mein Dorf 55+ trifft Smartphone (Initiative 55 plus-minus)

 

Die Initiative "Mein Dorf 55 plus-minus" hat sich vor einigen Jahren das Ziel gesetzt, Seniorinnen und Senioren im Rhein-Lahn Kreis eine soziale Teilhabe zu ermöglichen. Häufig ziehen sich Menschen im Alter zurück, verlieren den Anschluss an die Dorfgemeinschaft und bewältigen ihren Alltag weitestgehend einsam. Um dieser Vereinsamung vorzubeugen und entgegenzuwirken, erschuf die Initiative ihre Webanwendung "Mein Dorf 55 plus - Trotz Alter bleibe ich!" Die Anwendung bietet ein digitales soziales Netzwerk, in dem sich zu verschiedenen Themen ausgetauscht wird. Es bietet die Möglichkeite Gleichgesinnte zu finden, die ähnliche Interessen haben und sich zu gemeinsamen Unternehmungen verabreden möchten. Aber auch Hilfestellungen im Alltag wie Fahrten zum Arzt oder zum Einkaufen, Hilfe beim Wechseln der Glühbirne oder dem Putzen von Fenstern können schnell und unkompliziert ausgetauscht werden.

Ein Problem, das sich aktuell aber noch stellt, ist die Erreichbarkeit der Senioren. Bei vielen besteht noch die Scheu einen Computer zu bedienen und daher ist der Zugang zur Webanwendung für sie nur erschert möglich. Auf der anderen Seite gibt es aber zunehmend Senioren, die abgelegte Smartphones von Kindern oder Enkeln bekommen und diese auch mit Freude nutzen. Die Bedienung ist dabei intuitiver und es gibt eine kleinere Hemmschwelle zur Benutzung. Die Webanwendung kann derzeit aber nur über einen Browser aufgerufen werden und die Ansicht ist für die mobile Anwendung nicht ausgelegt. Auf dem mobilen Endgerät ist Anwendung also derzeit nur sehr begrentz nutzbar, zudem muss sich um Nachriten aufzurufen, immer zuerst im Protal angemeldet werden. Daher soll eine mobile App programmiert werden um die Anwendung aus für Smartphone uneingeschränkt nutzbar zu machen. Ein weiter wichtiger Punkt dabei ist die Möglichkeit von Push-Nachrichten, also Nachrichten die auf dem Bildschirm erscheinen, ohne dass ich mich zuvor im Protal anmelden muss. Dies ermöglicht eine viel schnellere Reation auf Nachriten und verbessert die Kommunikation der Senioren untereinander.

 

Für die neue App veranschlagt der Projektträger Kosten in Höhe von 53.048 €. Die LAG untersützt das Projekt mit 26.524 € und fördert 50 % der Kosten.

 

 

37: Coaching und Nachfolgeberatung für touristische Dienstleistungsbetriebe in der VG Rhein-Nahe (VG Rhein Nahe)

 

Ein Großteil der Gastgewerbebetriebe muss sicn in den kommenden Jahren mit der Problematik der Unternehmensnachfolge auseinandersetzen. Auch in der VG Rhein-Nahe ist deis ein sehr aktuelles Thema. Daher entstand die Idee zum Projekt "Coaching und Nachfolgeberatung für touristische Dienstleistungebetriebe". Ziel des Projektes soll es sein, den Betreiben in Punkto Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftssicherheit Hilfestellungen zu geben, damit sie erhalten bleiben und ich weiter entwickeln können. Es wird dabei eine individuelle und umfangreiche Beratung und Coaching stattfinden, damit eine Betriebsübergabe möglichst reibungslos verlaufen kann. Aber auch Betriebe, für die die Nachfolge derzeit noch keine Rolle spielt, die aber an einer qualifizierten Neuausrichtung interessiert sind, sind die Zielgruppe das Projektes.

 

Bei Gesamtkosten von 70.000 € stellt die LAG eine Förderung von 60 % in der Höhe von 42.000 € für das Projekt bereit.

 

 

38: Bewässerungsanlage für innovatives Rekultievierungsprojekt der Weinbergslage an der Burgruine Fürstenberg (Weingut Ratzenberger)

 

Der extreme Sommer 2018 hat einmal mehr gezeigt, mit welchen klimatischen Herausforderungen die Winzer im Mittelrheintal zu kämpfen haben. Trockenstress während der Vegetationsphase wirkt sich sehr negativ auf das Ertragspotential der Pflanzen aus und bedeutet somit auch wirtschaftliche Folgen für die Betriebe. Ziel muss es also sein, die Wasserspeicherkapazität der Böden zu verbessern, was zum Beispiel durch die Begrünung der Weinberge gelingen kann. Diese Begrünung wiederrum wirkt auch als Schutz bei drohener Bodenersosion und stabilisiert zusätzlich den Stickstoffhaushalt. Wie sich die Begrünung genau auf die Weinbergsflächen auswirkt und welche zusätzlichen Beiträge dadurch für die Biodiversität geleistet werden, wird im Projekt des Weingutes Ratzenberger in Zusammenarbeit mit der Hochschule Geisenheim untersucht. Um langfristig aber auch wirtschaftlich arbeiten zu können und ie Weinbergslagen am Mittelrhein langfristig ökonomisch bewirtschaften zu können, wird im Projekt außerdem auf Querterrassierung gesetzt. Zahlreiche Flächen rund um die Burgruine Fürstenberg werden in den nächsten Jahren als Querterrassen neu angelegt. Dies erleichtert die Arbeit im Weinberg enorm und ist daher besonders für die Steillagen zukunftsweisend. Damit die neu angelegten Weinberge auch erfolgreich wachsen und gedeien, muss besonders in den ersten Jahren Trockenstress vermieden werden. Daher bedarf es einer effizienten Tröpfchenbewässerungsanlage, die eine sparsame und somit ökologisch verträgliche Möglichkeit der Wasserversorgung bietet.

 

Bei der Anschaffung dieser Anlage unterstüzt die LAG das 93.772 € teure Projekt mit einer Förderung von 30 % und 23.640 €.