Projekte des 7. Aufrufs

Die Frist für die Einreichung von Projektsteckbriefen für den 7. Förderaufruf endete am 01.04.2019. Die Projektauswahl fand in der LAG-Sitzung am 08.05.2019 statt. 

Es besteht jederzeit die Möglichkeit, Projektideen für den 8. Förderaufruf, der am 01.09.2019 enden wird, einzureichen. Die Geschäftsstelle der LAG steht Ihnen gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.

 

 

 

41: St.Lambertuspark Spay (OG Spay)

 

Die an der St. Lambertuskirche in Spay gelegene Grünfläche wird zu einem multifunktionalen Park, dem St. Lambertuspark, verwandelt, der Bürger, Radfahrer und Wanderer zum verweilen einlädt. Im Mittelpunkt des Projektes der Ortsgemeinde steht das Welterbe Oberes Mittelrheintal und dessen typische Einheit aus Natur, Kultur, Ort und Landschaft. Als neue bauliche Anlagen sind eine Freilichtbühne mit mobiler Bestuhlung sowie ein kleiner Platz mit dauerhafter Sitz-Terrasse vorgesehen. Durch die Bühne sollen die kulturellen Möglichkeiten erweitert werden, was insbesondere für Veranstaltungen und Aufführungen von Kindergarten, Schule und Vereine gilt.

 

Die Bruttogesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 131.104,00 €.

 

 

 

42: Rheinblick-Chalets (Ferienhof Hardthöhe)

 

Mit dem Bau von Rheinblick Chalets verfolgt das Familienunternehmen einen weiteren Schritt, das Angebot des Ferienhofs zu erweitern und zukünftig einen Schwerpunkt im Kulturtourismus zu setzen. Die Chalets bieten den Gästen höchsten Komfort in idyllischer Umgebung und einen atemberaubenden Blick auf das Mittelrheintal. Durch die Verglasung der kompletten Giebelfront zum Rhein hin soll die besondere Kulturlandschaft im Mittelrheintal durch den Rheinblick zur Geltung kommen. Die Energieeffizienz spielt für das Bauvorhaben eine bedeutende Rolle, optimale Dämmung, moderne Wandheizsysteme aus Lehm, Photovoltaik und Hackschnitzelheizung werden einbezogen. Der Tourismus im Mittelrheintal soll gestärkt und ausgebaut werden, auch gerade für Familien mit Kindern, die das Kultur- und Naturerlebnis suchen und nicht im Stadt-Hotel wohnen möchten. Eine komplett neue Zielgruppe, neben den Bauernhof-Urlaubern soll erschlossen werden.

 

Die Bruttogesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 796.460,00 €.

 

 

 

43: Veranstaltungsraum Kunst und Wein am Mittelrhein (Hotel Weinberg Schlösschen)

 

Das Hotel Weinbergschlösschen der Gebrüder Lambrich in Oberheimbach geht neue Wege, um auch zukünftig eine der Top-Adressen im Mittelrheintal zu bleiben. Mit dem Bau eines Veranstaltungsraums für Kunst und Wein am Mittelrhein soll ein umfangreiches Angebot an kulturellen Veranstaltungen möglich geschaffen werden. Durch seine etwas abgeschiedene Lage kann das Weinbergschlösschen nicht mit Rheinblick glänzen. Umso mehr wird den Gästen an Unterhaltung und kulinarischen Genüssen geboten. Ein weiterer Punkt an dem das Projekt ansetzt, ist der Fachkräftemangel in der Gastronomie und Hotellerie. Gutes Personal ist nur noch sehr schwer zu finden, umso wichtiger ist es, bereits gut ausgebildetes und eingearbeitetes Personal langfristig an den Betrieb zu binden. Konzept „Wohnstubb“  soll die angespannte Personalsituation im Hotel entlasten. Es soll ein Raum im Wohnzimmerstil der 30iger Jahre geschaffen werden, der sehr familiär eingerichtet wird und mit einem raffinierten Selbstbedienungskonzept (WEINBAR) ausgestattet ist. Dies wird die Mitarbeiter in der Zeit zwischen 14 und 18 Uhr und nach 23 Uhr entlasten. Es können dadruch ca. 6 Mitarbeiterstunden pro Tag eingespart werden, die für besseren Service beim Mittag und Abendessen einsetzen werden können.

 

Die Bruttogesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 452.961,60 €.

 

 

44: Hildegard Zentrum  (Kath. Kirchengemeinde St. Rupert und St. Hildegard)

 

Die katholische Hildegard Gedächtniskirche in Bingerbrück kämpft seit Jahren mit dem stetigen Rückgang von Besucherzahlen. Die Kirche bleibt im vorderen Bereich als sakrale Stätte erhalten. Gleichzeitig wird sie zum ganztägig geöffneten Ort der Stille, Meditation, Information und Begegnung. Durch Nutzung des multimedialen Systems MediaKi kann der Besucher die Kirche visuell und auditiv mit Musik und Texten passend zu seinen momentanen Wünschen und Emotionen eigenständig gestalten. An einer festinstallierten Steuertafel können theologische, historische, musikalische und künstlerische Inhalte per Touchscreen abgerufen werden. Ein Schwerpunkt wird auf Musik und Texten zu Hildegard von Bingen und dem Rupertsberg liegen. Die Inhalte können von einer Steuergruppe kurzfristig angepasst werden, sodass auch auf den aktuellen Bedarf eingegangen werden kann. Die Kirche wird Veranstaltungsort für Vorträge, Führungen, Tagungen und Musikveranstaltungen, insbesondere zum Thema Hildegard von Bingen.

 

Die Bruttogesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 84.644,12 €.

 

 

 

45: Rheingold Connemara (Benno Hellwig)

 

Der kleine landwirtschaftliche Pferdezuchtbetrieb Rheingold Connemara von Benno Hellwig in Rheinbay hat sich auf die Zucht der robusten irischen Connemara Ponys spezialisiert. Lange Zeit befand sich der Hof im Dornröschenschlaf, doch der Eigentümer und Landwirt möchte den Betrieb als Ausbildungszentrum für klassische Reiterei erweitern. Dazu hat er mit Frau Ruth Giffels, eine im europäischen Raum seit über 20 Jahren renommierte und bekannte Ausbilderin der klassisch-barocken Reiterei, gewonnen. Dazu muss eine Mehrzweckhalle errichtet werden, die einen ganzjährigen, wetterunabhängigen Reit- und Ausbildungsbetrieb gewährleistet und als Lagerhalle u.a. für Heu und Maschinen genutzt werden kann. Das Ausbildungszentrum wird Reitbegeisterten aus Nah und Fern offen stehen.

 

Die Bruttogesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 160.000,00 €.

 

 

 

46: Entwicklungs- und Handlungskonzepts für das Stadt- und Tourismusmarketing von St.Goar (Stadt St.Goar)

 

St Goar kämpft wie viele kleine Städte mit Herausforderungen wie Bevölkerungsrückgang, Nachfolgeproblematik in Hotel- und Gaststättengewerbe und Leerstand. Durch die Erarbeitung eines Entwicklungs- und Handlungskonzepts für das Stadt- und Tourismusmarketing soll diesen Prozessen entgegengewirkt werden. Der Prozess des Stadt- und Tourismusmarketings soll als Beteiligungsprozess organisiert sein und durch einen externen Anbieter begleitet werden. Zusammensetzen wird sich das Vorhaben aus einem Auftaktworkshop in dem, unter Beteiligung der interessierten Bevölkerung, Gewerbe, Hotellerie, Politik, etc., Ideen gesammelt werden.  Es folgen 1-2 weitere konzeptionelle Workshops in einer kleinerer Runde mit ausgewählten Teilnehmern. Das ziel ist die Erarbeitung eines Maßnahmen-  sowie zugehörigem Finanzierungsplans

 

Die Bruttogesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf 8.154,00 €

 

 

 

Kooperationsprojekte

 

 

 

48: Innovatives Marketing für die Mittelrhein-Riesling-Charta (Mittelrhein-Wein e.V.)

 

Die Mittelrhein-Riesling-Charta (MRC) ist ein Zusammenschluss qualitätsbewusster Winzerbetriebe im Mittelrhein, die mit ihren Profilweinen nachhaltig das Kulturgut Riesling stärken wollen. Um die Charta-Weine über die Region hinaus weiter bekannt zu machen, wurde ein innovatives Marketingkonzept zur Direktvermarktung erarbeitet, dessen Umsetzung durch LEADER gefördert wird. Aufgrund der großen Gebietskulisse der MRC, die über das Welterbegebiet hinaus geht, wird das Projekt in Kooperation mit der LAG Rhein-Wied umgesetzt. So können alle derzeitigen Mitglieder vom Vorhaben profitieren. Die verschiedenen Teilbausteine des Projektvorhabens fokussieren sich verstärkt auf den digitalen Konsumenten, der über verschiedene Kanäle (Webseite, Onlineshop, Social Media-Aktivitäten, andere Quellen rund um Wein und Winzer) über die MittelrheinRiesling Charta durch Bilder, Drohnenaufnahmen, besonderen Geschichten rund um den Weinanbau und seiner Produkte der Rieslingweine angesprochen werden soll. Zudem sind die Maßnahmen nicht nur auf die Inspiration ausgereichtet, sondern der Kunde/ Gast soll über einen zentralen Onlineshop das Produkt aller MittelrheinRiesling Charta-Betriebe auch direkt nach Hause bestellen und geliefert bekommen.

 

 

 

 

49: Jugend Bewegt (Rhein-Hunsrück Kreis)

 

Die LEADER-Aktionsgruppen „Hunsrück“ und „Welterbe Oberes Mittelrhein“ und die finnische Gruppe „PoKo“ unterhalten seit 2010 eine langjährige Partnerschaft, aus der viele gemeinsame Veranstaltungen und Projekte entstanden sind. Ein großes Problem, vor dem die beteiligten Regionen stehen, ist die Abwanderung junger Menschen in die städtischen Zentren und die daraus resultierende, noch stärkere Überalterung der ländlichen Bevölkerung. In Deutschland wird durch die Abwanderung zusätzlich der Fachkräftemangel auf dem Land verschärft. Im Rhein-Hunsrück-Kreis stehen den Jugendlichen vielfältige berufliche Optionen offen, die dann häufig nicht als solche wahrgenommen werden. Dies gestaltet sich in Finnland leider sehr viel schwieriger. Hier gibt es weniger freie Jobs, vor allem für gut ausgebildete junge Menschen. Der Drang in die Städte ist dort noch stärker und viele Heranwachsende, die die Schule und evtl. auch schon eine Ausbildung abgeschlossen haben, können trotz ihrer Qualifikation wenige Zukunftsperspektiven für sich erkennen. Aus dem Bestreben heraus, die jungen Menschen zu einer anderen Sichtweise auf ihre Heimat und die dortigen Möglichkeiten und Vorteile zu führen, entstand die Idee zum Projekt „Jugend bewegt“. Kerngedanke ist ein 3-jähriger, internationaler Austausch zwischen jeweils ca. 15 deutschen und 15 finnischen Heranwachsenden im Alter von 16 – 19 Jahren, die aus dem Gebiet der LAG Hunsrück und der LAG Welterbe Oberes Mittelrheintal kommen sollen. Sie sollen sich gegenseitig ihre Heimat zeigen und Einblicke in den Alltag, in ihre Lebenswelt geben. Die Reflektion der gewonnenen Eindrücke im jeweils anderen Land steht dabei im Vordergrund und gibt der Maßnahme zusammen mit der intensiven Vorbereitung (jeweils 4 – 5 Vorbereitungsworkshops an Samstagen) auf das Gastland den Charakter einer Veranstaltung der Jugendbildung. Durch die Auseinandersetzung mit Fragen wie zum Beispiel diesen, sollen die Jugendlichen die Vorzüge und Potentiale der eigenen Heimatregion erkennen. Viele Institutionen im Landkreis beschäftigen sich mit der Frage, wie junge Menschen dauerhaft an die Region gebunden werden können. Hierfür kann das aktuelle Projekt eine Grundlage bilden für weitere konzeptionelle Gedanken und fortführende Projekte. Allen beteiligten Institutionen ist insbesondere die Partizipation von jungen Menschen wichtig.

 

 

 

 

 

50: Rheinbetten (Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal)

 

Im Mittelrheintal sind sowohl gestalterisch herausragende Ferienwohnungen als auch eher unterdurchschnittliche Angebote vorhanden. Einige Betriebe stehen kurz vor der Aufgabe oder sind bereits praktisch aufgegeben. Auf Basis von Internetrecherche und Abfrage bei Tourist-Informationen werden einige Unterkünfte exemplarisch recherchiert. Sowohl gestalterische als auch serviceorientierte Fragen hinsichtlich Zusatzleistungen die über die Zurverfügungstellung der Immobilie werden erhoben. Insbesondere Betreiber, die mit Auslastungs- oder Nachfolgeproblemen zu kämpfen haben, sind zu befragen. Es ist zu klären, mit welcher Unterstützung/Dienstleistung sie sich vorstellen könnten, eine längerfristige Marktpräsenz zu sichern, wenn im Gegenzug entsprechende Autonomie über das Eigentum aufgegeben wird (Betreibermodel).

Das Projekt wird in Kooperation mit der LAG Rheingau umgesetzt, damit auch der hessische Teil des Welterbegebiets im Rahmen des Projektes betrachtet werden kann.

 

 

 

51: Erwerbstätigenbefragung (Regionalrat Wirtschaft Rhein-Hunsrück e.V.)

 

Mittels einer strukturierten Befragung im Rhein-Hunsrück-Kreis sollen Stärken und Schwächen der Region hinsichtlich Arbeiten und Leben aus Sicht der Erwerbstätigen herausgearbeitet werden, um daraus Erkenntnisse für die künftige Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung und die Standortwerbung ziehen zu können. Mit dem Vorhaben sollen erstmals in der Region wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zur Situation der ca. 41.000 Erwerbstätigen im RheinHunsrück-Kreis gewonnen werden. In der Befragung sollen viele einzelne Stärken und Schwächen, Chancen und Risiken der Region geclustert nach unterschiedlichen Merkmalen der Befragten herausgearbeitet werden. Letztlich ist es das Ziel, die Situation der Menschen weiter zu verbessern und – soweit die Resultate dies zulassen – die gesicherten Aussagen auch für das Regionalmarketing zu verwenden. Ergebnis der Studie soll ein Bericht sein mit aufbereiteten Daten der Befragung, welche die Grundlage für gezielte Maßnahmen der Regionalentwicklung, Wirtschaftsförderung und Standortwerbung bilden sollen. Die Ergebnisse werden auch den Unternehmen zugänglich gemacht.

Federführend in diesem Kooperationsprojek ist die LAG Hunsrück

 

 

52: LANDerLEBEN-LandFrauen bringen es auf den Punkt (Verein zur Förderung der LandFrauenarbeit im räumlichen Bereich der ehemaligen Regierungsbezirke Koblenz und Trier e.V.)

 

Die Grundidee geht letztlich auf die erfolgreiche Reihe „Lecker aufs Land“ zurück. Auch im geplanten Vorhaben soll ein Bus zum Einsatz kommen, dieser soll eigens angeschafft und ausgestattet werden. Der Bus soll an öffentlichen Plätzen in ländlichen Regionen des Verbandsgebietes öffentlichkeitswirksam platziert werden. Wechselnde Akteure aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft, Verbänden und LandFrauen sollen mit aktuellen Themen der Regionen konfrontiert werden. Ziele des Vorhabens sind insbesondere die Verbesserung der Lebensverhältnisse der Frauen und Familien im ländlichen Raum und das Aufzeigen von Perspektiven für Frauen und deren Familien als Basis für die Zukunft und das Leben auf dem Land. Projektbestandteile sind auch Multiplikatorentreffen, Informationsveranstaltungen, Schulungen und die Erstellung von Informationsmaterial. Für die Umsetzung des Projektes wird eine Personalstelle mit 15 Wochenstunden geplant.

Für dieses Projekt wird eine Kooperation zwischen 14 LAG entstehen, unter Federführung der LAG Hunsrück.